• Bruno Raffa

Stadtmodell Sursee

Beim Stadtmodell handelt es sich um eine massstäbliche Darstellung Sursees im Verhältnis 1:500, auf der auch die Höhenunterschiede realitätsgetreu wiedergegeben sind. Es misst ca. 35 m2 und umfasst dreissig zusammengesetzte Elemente. Nicht Bestandteil des Modells ist das Gebiet nördlich der Nationalstrasse N2.



Startschuss in den 1970er Jahren

Anfang der 1970er Jahre fehlten für die Prüfung der Baugesuche und als Basis für die Orts- planung verlässliche Unterlagen. Das alte Stadtmodell von 1913 zeigte lediglich die Altstadt

in einer Momentaufnahme des 19. Jahrhunderts. Abgesehen davon lagen keine verlässlichen Angaben zum Verlauf der Höhenkurven vor. 1973 beschliesst daher die Einwohnergemeinde- versammlung die Errichtung eines Stadtmodells. Hans Köpfli sel. aus Luzern wird als erster Modellbauer engagiert und erstellt das Holzmodell mit Gipsaufbau. Bereits 1975 ist der Haupt- bestandteil der Miniaturstadt erstellt, 1984 sind alle Teile vorhanden.


Sinn des Stadtmodells

Das 3D-Modell dient der Visualisierung verschiedener Gegebenheiten. So können beispiels- weise grosse Bauvorhaben und ihre Eingliederung in die Umgebung veranschaulicht oder bei Grossprojekten verschiedene Varianten beurteilt und an ortsplanerische Grundsätze an- gepasst werden. Gerade bei Überbauungen von ausgedehnteren Arealen dient es als wert- volles Planungsinstrument. Mit dem Stadtmodell wird daher laufend gearbeitet. Grundstücke, die noch nicht überbaut sind, können lose aus dem Modell herausgenommen werden. So ist es möglich, darauf mit Sagexkörpern geplante Bauprojekte darzustellen und im Gesamt- zusammenhang der Siedlung zu betrachten.


Aktueller Stand

Daniele Ciampi, Plastico Architekturmodellbau, Sursee, ist der aktuelle und alleinige Modell-bauer des Stadtmodells und führt alle baulichen Veränderungen nach. Aufgrund der Entwick- lung der Stadt Sursee handelt es sich bei der Nachführung der 3D-Darstellung um einen dauernden Prozess. Das Modell wird laufend überarbeitet und ist daher immer auf dem aktuellen Stand. Da teilweise gesamte Platten bearbeitet werden, kann es Verzögerungen in der Nachführung geben. Die Kosten für die laufende Bearbeitung des Stadtmodells trägt vollumfänglich die Surseer Einwohnergemeinde.


Das Modell wurde schon mehrfach der Öffentlichkeit präsentiert, so an der Expo. 02 oder im Jahr 2003 anlässlich der Verleihung des Wakkerpreises im Innenraum des Stadthofs. Die meiste Zeit seit seiner Entstehung lagerte es jedoch für das breite Publikum unzugänglich in einem Aussenmagazin der Stadtverwaltung. Nun ist es im Innenhof des Neubaus der städtischen Verwaltung für Besucherinnen und Besucher permanent sichtbar. Zudem dient es aber auch vor Ort den Verwaltungsmitarbeitenden bei laufenden Entwicklungs- und Bauprozessen als Arbeitsinstrument. Nur wenige Städte und Gemeinden in der Schweiz verfügen wie Sursee über ein so vollständiges und aktualisiertes Modell.


@ Stadt Sursee, Bereich Raumordnung, Umwelt, Verkehr, Centralstrasse 9, Postfach, 6210 Sursee

www.sursee.ch




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